Tauftorte mit essbarer Spitze

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Seit langer Zeit wollte ich eine Torte mit essbarer Spitze ausprobieren. Diese Torten sehen immer bezaubern aus und die Herstellung sollte ganz unkompliziert sein. 

Die Taufe meines Sohnes war dann der perfekte Anlass dafür. Ich wollte etwas besonderes für meinen Ängelchen machen. Etwas sehr feines, geschmackvolles, einzigartiges... halt etwas spezielles. Die weiße Spitze auf einer blauen Torte schien mir, sehr passend zu sein.

 


Bei Torten Boutique kaufte ich diese Silikone Matte und diese Spitzenmischung. Als Anleitung gibt es viele Videos (zum Beispiel diese), so dass ich problemlos am selben Abend mit der Herstellung anfangen konnte. Es ginge echt einfach. Nur das Warten auf das Ergebnis bis zum nächsten Morgen war unerträglich.

Die Torte ist genau so schön geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Bei der Taufe war die ein Hingucker, auf dessen ich schon ein bisschen stolz war :)

 

Ich möchte in diesem Post nicht auf das Rezept der Torte angehen, es geht mir mehr um die Dekoration.

Es war eine einfache Biskuittorte gefüllt mit Schokocreme, dann wurde die mit der Buttercreme eingestrichen und mit dem blau gefärbten Fondant eingeschlagen.

Und jetzt kommt meine Erfahrung mit der essbaren Spitze.

Das Zusammenmischen von Wasser und Pulver war sehr einfach. Dank meiner Waage habe ich direkt die richtige Konsistenz erwischt. 

Das Auftragen auf die Matte mit Hilfe einer Spachtel war ebenfalls einfach. Es brauchte etwas Geduld und eine gute Beleuchtung, um die Paste gleichmäßig und überall aufzutragen, aber sonst ginge es gut. 

Nach ca. 12 Stunden konnte ich endlich schauen, ob es etwas geworden ist.

Das Abziehen war nicht unproblematisch. Trotz meiner Sorgfalt beim Auftragen sind eine paar Lücken geblieben. Dies führte dazu, dass die Spitze mehrmals zu reißen begann. 

 

Nicht desto trotz konnte ich zum Schluss die dünnen Streifen ( 3, 5 und 7 cm breit) "am Stück" abziehen. Die breitere Streife (13 cm) ginge leider nicht mehr. Die habe ich zum Glück auch nicht gebraucht.

So mein nächstes "Problemchen" war, die Spitze an die Torte anzubringen. Ich habe dafür den Rand der Torte mit Wasser angefeuchtet und sehr sehr sehr (und nochmal sehr) vorsichtig die Bordüre an die Torte gedrückt. Es benötigte viel Fingerspitzengefühl, um feine Fältchen zu glätten und gleichzeitig nichts zu reißen.

Die Schmetterlinge habe ich im voraus ausgeschnitten und oben angebracht. Das war einfach. Ich kann mir gut vorstellen, ebenso die einzelne Blümchen nächstes Mal auszuschneiden, um zum Beispiel die Cupcakes zu verschönen. 

Ob ich die breiteste Bordüre (13 cm) irgendwann komplett verwenden werde, weiß ich noch nicht. Dafür sollte die Torte mindestens 14 cm hoch sein... mal sehen, vielleicht mit ein bisschen mehr Übung. Ich werde euch darüber berichten...

 

Die unbenutzte Spitze habe ich luftdicht in die Frischhaltefolie gewickelt. Es sollte mehrere Monate haltbar bleiben. 

Mein Fazit: das Ergebnis hat meine Erwartungen übertroffen. Ich war mir davor echt nicht sicher, ob ich es schaffe.

Die Arbeit mit der Spitze ist sehr speziell. Man braucht gute Nerven.

Die Silikone Matten sind schon teuer... Die Investition lohnt sich aber, da diese nur einmal gekauft wird. Allerdings das Angebot an Motiven und Mustern ist so groß, dass ich bestimmt noch ein Paar Euro dafür ausgeben werde...

Desweiteren sollte mit der Herstellung der Spitze frühzeitig begonnen werden. Eine Streife ist maximal 36 cm lang. Für eine 18cm- Torte werden somit min. 2 Streifen benötigt und jede Streife braucht ca. 12 Stunden zum Trocknen. 

 

Zusammen fassend kann ich sagen, dass eine mit der essbarer Spitze verzehrte Torte auf jeden Fall ein WOW-Effekt hat. Ein weiter Vorteil ist, dass für die Herstellung keine Vorkenntnisse notwendig sind.

Also für mich persönlich ist ein Muss in der Tortendekoration! 

 

Liebe Grüße 

 

eure Katja

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